Das Eisberg-Prinzip: Ihr Reptil ist möglicherweise kranker als Sie denken

Anonim

Die Redewendung „Spitze des Eisbergs“ - das heißt, weit mehr verbirgt sich im Verborgenen, als in der Übersicht zu sehen ist - ist kein müßiger Ausdruck. Typischerweise erstreckt sich nur ein Siebtel oder Achtel der Masse eines Eisbergs über die Wasseroberfläche, wo er sichtbar ist. Der Rest schwimmt versteckt unter der Meeresoberfläche.

Denken Sie in diesem Sinne daran, dass das, was Sie möglicherweise in Ihrem Reptil beobachten, möglicherweise nur die „Spitze des Eisbergs“ ist, wobei die meisten seiner Symptome unter der Oberfläche verborgen sind. Da Reptilien kaltblütig sind, können sie Energie sparen und Körperfunktionen über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten als andere warmblütige Tiere, und zu dem Zeitpunkt, an dem selbst der erfahrenste Tierhalter eine Krankheit vermutet, besteht eine sehr gute Chance dass das Tier kranker ist und länger krank ist, als es der Besitzer oder der Tierarzt wissen kann. Dies ist auch nicht die Schuld; Es ist einfach ein Spiegelbild der Entwicklung der Reptilien, die sie zu Meistern im Verstecken von Krankheiten gemacht haben.

Sogar sehr kleine Dinge, die falsch oder nur geringfügig verlaufen, können im Laufe der Zeit zu großen Gesundheitsproblemen führen. Stress kann plötzlich und akut auftreten, z. B. durch einen neuen Besitzer oder einen neuen Käfiggenossen. Oder es kann langsam und heimtückisch sein, wie ungeeignete Temperaturen oder unzureichende Verstecke. Plötzliche Angriffe bewirken sofortige und dramatische Änderungen in Farbe und Verhalten, die selbst der nur mäßig aufmerksame Besitzer wahrnehmen kann. Langsamer, konstanter Stress kann jedoch zu langsamen, allmählichen Änderungen in Verhalten und Farbe führen. Verhaltensweisen wie Temperieren, Verstecken, längeres Einweichen, verminderter Appetit, unregelmäßiger Stuhlgang, Einstellung, Regression / Zunahme der Zahmheit und mehr können auf Anzeichen von Stress und Krankheit hinweisen.

Es ist wichtig, dass Sie Ihre Art durch Veröffentlichungen, Vereine und Ihren Tierarzt so gut wie möglich kennenlernen und Aufzeichnungen führen, um die Gesundheit Ihres Haustieres objektiv beurteilen zu können. Beachten Sie jedoch, dass es keinen Ersatz für eine sorgfältige und regelmäßige Beobachtung Ihres Haustieres gibt. Wenn Ihr Instinkt Ihnen sagt, dass sich sein Verhalten geändert hat, oder wenn Ihre Aufzeichnungen einen Trend zeigen, den Sie nicht erklären können, warten Sie nicht auf offensichtliche Anzeichen einer Krankheit, bevor Sie einen Tierarzt konsultieren. Regelmäßige Untersuchungen an Haustieren bauen eine gute Beziehung zu Ihrem Reptilien-Tierarzt auf und erweitern Ihr Wissen über die Gesundheit und Haltung von Reptilien. Der sicherste Weg zur Vorbeugung und Früherkennung von Krankheiten besteht darin, Ihr Wissen über die Gesundheit Ihres Haustieres zu erweitern.

Zeichen

Es gibt einige Anzeichen, die Sie möglicherweise bemerken, wenn Sie Ihren Tierarzt aufsuchen müssen:

  • Traumata wie zerbrochene Schwänze, Biss- oder Kratzwunden oder Verbrennungen. Offene Wunden können schnell infiziert werden und zu einer Septikämie (Blutvergiftung) führen. Katzenbisse und solche von anderen Reptilien können besonders gefährlich sein. Unterschätzen Sie nicht den Grad der Aggression, der zwischen Reptilien bestehen kann. wenige Arten sollten zusammen gehalten werden, und in vielen Fällen ist es unangebracht, Individuen derselben Art zusammen zu halten.
  • Geschwollener oder verkürzter Unterkiefer
  • Geschwollene oder klumpige Gliedmaßen
  • Muskelzittern
  • Bewegungszurückhaltung
  • Lähmung
  • Abnorme Gangart oder Lahmheit; uncharakteristisches Gleiten in Schlangen
  • Abnormale Haltung, z. B. „Sterngucken“ bei Schlangen
  • Anfälle
  • Parasiten: intern und extern - diese sind eine häufige und unnötige Belastung für Ihr Haustier
  • Veränderungen der Stuhl- oder Urinproduktion, Farbe, Konsistenz oder Regelmäßigkeit
  • Appetitlosigkeit oder Magersucht
  • Erbrechen oder Aufstoßen
  • Hautveränderungen: Wunden, Schwellungen, feuchte Bereiche, die trocken sein sollten, weiche Bereiche, die hart sein sollten
  • Augen- oder Nasenausfluss
  • Veränderungen der Atmung: offener Mund oder Atemnot, gekennzeichnet durch einen verlängerten Kopf und Nacken, und bei Schlangen den Kopf gegen die Tankwand lehnen; pfeift oder pfeift, wenn das Tier atmet; Schaum im Mund
  • Gewichtsverlust
  • Verhaltensänderungen wie ungewöhnliche Fügsamkeit oder Aggression.

    Weitere Informationen darüber, wie Sie feststellen können, ob Ihr Reptil krank ist, finden Sie in den folgenden Abschnitten: Was ist normal und wann ist Ihr Reptilverhalten abnormal?