Harnuntersuchung bei Hunden

Anonim

Eine Urinanalyse ist ein Labortest von Urin, der üblicherweise als „UA“ bezeichnet wird. Der Urin wird auf das Vorhandensein bestimmter Chemikalien untersucht. Eine mikroskopische Untersuchung des Urins wird auch durchgeführt, um nach Anomalien beim Hund oder einem anderen Tier zu suchen.

Eine Urinuntersuchung ist angezeigt, um Haustiere mit Harnstörungen wie erhöhter Urinproduktion, erhöhter Harnfrequenz, Anstrengung beim Urinieren, blutigem Urin oder abnormaler Farbe des Urins zu untersuchen. Dieser Test kann auch bei unerklärlichem Fieber, Appetitverlust oder Gewichtsverlust hilfreich sein. Eine Urinanalyse wird häufig durchgeführt, wenn die Ergebnisse einer Röntgenaufnahme dies anzeigen. Die Ergebnisse von Blutuntersuchungen weisen auf ein Problem mit dem Harnsystem hin oder als Folge der körperlichen Untersuchung, wenn Anomalien festgestellt werden.

Jede Beurteilung auf Gesundheit oder Krankheit sollte eine Urinanalyse beinhalten. Die Ergebnisse der Urinanalyse können Aufschluss über die Flüssigkeitszufuhr und die Nierenfunktion geben. Es kann auch auf Entzündungen oder Infektionen der Harnwege hinweisen.

Es gibt keine wirkliche Kontraindikation für die Durchführung dieses Tests. Selbst normale Ergebnisse helfen dabei, die Gesundheit zu bestimmen oder bestimmte Krankheiten auszuschließen.

Was zeigt eine Urinanalyse bei Hunden?

Eine Urinanalyse hilft bei der Beurteilung der Nierenfunktion und der Qualität des produzierten Urins. Eine Urinanalyse besteht normalerweise aus drei Teilen; Untersuchung der physischen Probe, Peilstabanalyse zur Bewertung des Vorhandenseins bestimmter Substanzen und mikroskopische Untersuchung des Sediments. Eine Urinanalyse kann Pyurie (weiße Blutkörperchen im Urin), Hämaturie (Blut im Urin), Kristallurie (Kristalle im Urin), das Vorhandensein abnormaler Mengen an Glukose, Ketonen und Protein sowie die Urinkonzentration beurteilen.

Normale Urinanalyseergebnisse umfassen ein spezifisches Gewicht (SG) von 1, 020 bis 1, 070. Dies misst die Fähigkeit der Nieren, Urin zu konzentrieren. Bei normalen Patienten zeigen die Teststreifenergebnisse für Protein negative bis Spurenmengen, negatives Blut, negative Glucose, negative Ketone und negative Spurenmengen von Bilirubin. Die Ergebnisse der Sedimentuntersuchung (mikroskopische Auswertung) hängen geringfügig von der Methode der Urinsammlung (Freilauf, Katheterisierung oder Zystozentese) ab. Im Wesentlichen können einige rote und weiße Blutkörperchen normal sein.

In einigen Fällen sind zusätzliche Verfahren wie Röntgenstrahlen, Ultraschall im Bauchraum, Röntgenstrahlen mit Kontrastmittel (IVP oder Zystogramm) oder sogar explorative Operationen erforderlich, um ein Problem zu diagnostizieren.

Wie wird eine Urinanalyse bei Hunden durchgeführt?

Eine Urinanalyse wird mit der Entnahme einer Urinprobe begonnen. Urin kann bei Hunden auf drei Arten gewonnen werden:

Bei der Katheterisierung wird ein flexibler Kunststoffschlauch in die Harnröhre und dann in die Blase (das Reservoir im Körper, in dem der Urin bis zum Urinieren des Haustieres gespeichert ist) eingeführt.

Die Zystozentese ist eine sehr verbreitete Methode, um Urin von Hunden und Katzen zu gewinnen. Bei diesem Verfahren wird eine Nadel direkt durch die Körperwand in die Blase eingeführt. Dies ist eine relativ schmerzlose und schnelle Prozedur. Das Haustier kann liegen oder stehen. Die Blase wird abgetastet (Filz) und eine Nadel wird in die Blase eingeführt.

Freie Urinproben werden durch Abfangen einer Probe beim Urinieren des Haustieres gewonnen. Dies ist bei einigen Haustieren einfach und bei anderen recht schwierig. Plastikbehälter, Schöpflöffel, Schaufeln und verschiedene Gegenstände können verwendet werden. Der Behälter sollte so sauber wie möglich sein, um möglichst genaue Ergebnisse zu erzielen. Diese Methode ist am wenigsten „steril“ und mit den meisten Laborfehlern verbunden.

Die meisten Tierkliniken verfügen über die Ausrüstung, um eine Urinanalyse durchzuführen, obwohl einige sich dafür entscheiden, Proben an externe Labors einzureichen.

Eine Urinanalyse dauert im Allgemeinen etwa 30 bis 40 Minuten.

Ist eine Harnuntersuchung für Hunde schmerzhaft?

Ob eine Urinanalyse schmerzhaft ist oder nicht, hängt von der Methode ab, mit der Urin gewonnen wird. Bei den meisten Haustieren ist eine Katheterisierung „unangenehm“, obwohl viele männliche Haustiere den Eingriff gut vertragen. Frauen sind aufgrund der anatomischen Lage ihrer Harnröhre schwieriger zu katheterisieren.

Wenn der Urin durch Zystozentese gewonnen wird, kann das Einführen der Nadel durch die Haut wie jede Injektion mit kurzen Schmerzen verbunden sein.

Wird für eine Urinanalyse eine Sedierung oder Anästhesie benötigt?

Bei den meisten Hunden ist weder eine Sedierung noch eine Anästhesie erforderlich. Einige Hunde (insbesondere Frauen) haben jedoch Probleme mit der Positionierung eines Katheters und benötigen möglicherweise eine Beruhigung oder eine ultrakurze Anästhesie.