Röntgenaufnahme des Abdomens für Hunde

Anonim

Eine Röntgenaufnahme des Abdomens ist ein Verfahren, mit dem Ihr Tierarzt Gewebe, Organe und Knochen sichtbar machen kann, die unter der Haut Ihres Hundes liegen. Röntgenaufnahmen des Abdomens sind angezeigt, um Hunde mit abdominellen Symptomen wie Erbrechen, Würgen, Verstopfung oder Durchfall zu untersuchen. Dieser Test kann auch hilfreich sein bei unerklärlichem Fieber, Bauchverletzungen, durchdringenden Bauchwunden, Appetitlosigkeit oder Gewichtsverlust.

Eine Röntgenuntersuchung wird häufig durchgeführt, wenn bei einem Hund der Verdacht besteht, Fremdmaterial verschluckt zu haben, wenn Blutuntersuchungen auf ein Problem mit den Bauchorganen hinweisen oder wenn nach einer körperlichen Untersuchung Bauchschmerzen oder eine andere Abnormalität festgestellt werden. Das Erkennen des Schwangerschaftsstadiums und der Anzahl der Feten ist eine weitere wichtige Verwendung der Röntgenstrahlung. Nieren-, Harnblasen- und Fortpflanzungsprobleme können auch von einer Röntgenaufnahme des Abdomens profitieren. Es gibt keine wirkliche Kontraindikation für die Durchführung dieses Tests. Selbst normale Ergebnisse helfen dabei, die Gesundheit zu bestimmen oder bestimmte Krankheiten auszuschließen.

Was zeigt eine Röntgenaufnahme des Abdomens bei Hunden?

Röntgenaufnahmen des Abdomens liefern ein Bild der Knochen und der Umrisse einer Reihe innerer Organe, einschließlich Leber, Magen, Darm, Nieren, Blase, Gebärmutter und Prostata. Dieser Test kann äußerst nützlich sein, um Veränderungen in Form, Größe oder Position von Organen festzustellen. Leider können sich wichtige Strukturen auf Röntgenstrahlen manchmal vermischen, so dass dieser Test Einschränkungen aufweist. Beispielsweise kann sich ein Tumor in den Hintergrund normaler Organe einfügen, da diese die gleiche „Opazität“ oder Grautönung wie normales Gewebe aufweisen. Einige Fremdkörper (z. B. Kunststoffe) können auf dem Röntgenbild nicht sichtbar sein. Röntgenaufnahmen des Abdomens sind daher ein ausgezeichneter „Screening-Test“, erkennen jedoch nicht alle internen Probleme. In einigen Fällen sind zusätzliche Verfahren wie Ultraschall, Endoskopie (Scoping), Kontrastmittel (Barium) oder Farbstoffstudien oder sogar explorative Operationen erforderlich, um ein intraabdominales Problem zu diagnostizieren.

Wie wird eine Röntgenuntersuchung des Abdomens bei Hunden durchgeführt?

Für die Belichtung und Entwicklung des Röntgenfilms sind spezielle, teure Geräte erforderlich. Der Bauch des Hundes wird mit einem speziellen Lineal gemessen und die Belichtungszeit des Röntgengeräts eingestellt. Das Haustier wird dann vorsichtig auf die Seite gelegt, um die „seitliche“ Ansicht zu erhalten. Unsichtbare Röntgenstrahlen gelangen dann von der Röhre des Röntgengeräts durch das Tier auf den Röntgenfilm unter dem Haustier. Abhängig von der Dichte der Gewebe und Organe und der Fähigkeit der Röntgenstrahlen, diese Gewebe zu durchdringen, werden auf dem entwickelten Röntgenbild unterschiedliche Graustufen sichtbar. Dieser Vorgang wird dann mit dem Tier auf dem Rücken wiederholt, um die „ventrodorsale“ Ansicht zu erhalten. Wenn Sie zwei Ansichten des Abdomens machen, wird Ihr Tierarzt eine umfassendere Untersuchung durchführen und eine gründlichere Interpretation des Abdomens ermöglichen.

Der Film wird dann entwickelt. Die Röntgenaufnahmen benötigen in der Regel etwa 5 bis 20 Minuten zuzüglich der für den Film erforderlichen Entwicklungszeit (5 bis 30 Minuten). Spezialstudien (wie eine Bariumstudie) dauern viel länger. In einigen Situationen kann Ihr Tierarzt die Unterstützung eines Radiologen oder eines Spezialisten für die Auswertung und Interpretation der Röntgenbilder anfordern.

Ist eine Röntgenaufnahme des Abdomens für Hunde schmerzhaft?

Es sind keine Schmerzen beteiligt. Das Verfahren ist nicht invasiv.

Wird für eine Röntgenaufnahme des Abdomens eine Sedierung oder Anästhesie benötigt?

Bei den meisten Hunden ist weder eine Sedierung noch eine Anästhesie erforderlich. Einige Hunde sind jedoch nicht in der Lage, sich für eine Röntgenaufnahme zu positionieren, und benötigen möglicherweise eine Beruhigung oder eine Ultrakurznarkose. In einigen Bundesstaaten ist die Sedierung gesetzlich vorgeschrieben, damit das Personal beim Halten eines Tierpatienten keinen Röntgenstrahlen ausgesetzt ist. In den meisten Fällen wird der Punkt jedoch von Assistenten begleitet, die geeignete Bleiabschirmungen tragen, um die Exposition gegenüber Röntgenstrahlen zu minimieren.