Zwergwuchs (Hypopituitarismus) bei Hunden | Hundeversicherung 2020

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Überblick über Hunde-Zwergwuchs (Hypopituitarismus)

Zwergwuchs entsteht bei jungen Hunden durch einen Mangel an Wachstumshormon (GH), das normalerweise von der Hypophyse ausgeschieden wird. Zwergwuchs ist manchmal ein Bestandteil des Hypopituitarismus, bei dem eines oder mehrere der Hypophysenhormone nicht in normalen Mengen produziert werden.

Es wird angenommen, dass die ererbte Form des Zwergwuchses ein einfaches autosomal rezessives Merkmal beim Deutschen Schäferhund und beim Karneol / Karelischen Bärenhund ist. Bei rezessiven genetischen Merkmalen wird der Zustand erst sichtbar, wenn der Welpe von beiden Elternteilen ein defektes Gen erhält. Zwergwuchs entsteht, wenn zwei defekte Gene zusammen vorliegen. Wenn nur ein defektes Gen auftritt, ist der Hund ein Träger der Erkrankung, zeigt jedoch keine Anzeichen von Zwergwuchs. Obwohl Zwergwuchs beim Deutschen Schäferhund am häufigsten vorkommt, wurde er auch bei Spitz-, Zwergpinschern und einigen Weimaranern berichtet.

Zwergwuchs kann auch bei Entwicklungsstörungen der Hypophyse auftreten. Wenn sich die Hypophyse nicht normal entwickelt, wenn Zysten auftreten oder wenn die Drüse von gutartigen, sich vergrößernden Tumoren befallen ist, kann die Wachstumshormonproduktion verringert sein oder fehlen.

Diese Hunde scheinen bei der Geburt normal zu sein, weisen jedoch Anzeichen dafür auf, dass sie im Alter von zwei bis drei Monaten nicht wachsen können. Im Gegensatz zu chondrodystrophischen (Skelett-) Zwergen haben Hypophysenzwerghunde normale Größenverhältnisse zu Gliedmaßen, Rumpf und anderen Körperstrukturen. Sie sind einfach kleiner als erwartet.

Worauf zu achten ist

Symptome von Zwergwuchs bei Hunden können sein:

  • Kleinwuchs im Vergleich zu Wurfgeschwistern
  • Weicher wolliger Haarkittel, Beibehaltung des Welpenmantels
  • Allmähliche Entwicklung von Alopezie (Haarausfall)
  • Kopf und Gliedmaßen schonen
  • Hyperpigmentierung (Verdunkelung) der Haut
  • Verzögerter Ausbruch oder Fehlen bleibender Zähne
  • Eine schrille Rinde
  • Kleine Hoden und manchmal Unfruchtbarkeit beim Mann
  • Fehlender Östrus (Hitze) und manchmal Unfruchtbarkeit bei der Frau
  • Diagnose von Zwergwuchs bei Hunden

    Eine vermutete Diagnose basiert auf Rasse, Anamnese und klinischen Symptomen. Ihr Tierarzt kann Ihnen auch folgende diagnostische Tests empfehlen:

  • Basistests, einschließlich eines vollständigen Blutbilds (CBC), eines biochemischen Profils und einer Urinanalyse, können sich jedoch innerhalb normaler Grenzen befinden.
  • Messung von Somatomedin C oder Insulin-ähnlichen Wachstumsfaktoren (IGF-I) im Blut. Bei Hypophysen-Zwergwuchs sinken die IGF-I-Spiegel aufgrund des Wachstumshormonmangels.
  • Hautbiopsie zur Bestätigung des Vorliegens eines hormonellen Zustands, da sich die Quelle des Haut- und Haarkleides ändert
  • Messung von Schilddrüsen- und Nebennierenfunktionstests, da auch andere endokrine (hormonelle) Störungen auftreten können
  • Behandlung von Zwergwuchs bei Hunden

    Hunde, bei denen Zwergwuchs diagnostiziert wurde, werden normalerweise als ambulant behandelt. Die Behandlung umfasst Folgendes:

  • Injektionen von Wachstumshormon mehrmals wöchentlich für mehrere Monate
  • Schilddrüsenhormonsupplementation, wenn die Schilddrüsenfunktion gestört ist und eine Unterproduktion des Schilddrüsenhormons vorliegt
  • Kortisonersatz bei starker Beeinträchtigung der Nebennierenfunktion
  • Kastrieren, sobald betroffene Tiere reif sind
  • Heimpflege

    Verabreichen Sie alle Medikamente gemäß den Anweisungen Ihres Tierarztes. Wenn sich der Zustand Ihres Hundes ändert, benachrichtigen Sie Ihren Tierarzt.

    Das Nachwachsen der Haare wird in der Regel innerhalb von ein bis zwei Monaten festgestellt. Bei erneuten Anomalien des Haarkleides kann die WH-Behandlung wiederholt werden. Die Knochen des Hundes wachsen in der Regel bei der Therapie nicht wesentlich, so dass die Hunde in ihrer Statur klein bleiben.

    Es ist keine Vorbeugung gegen Hypophysen-Zwergwuchs bekannt. Wenn bei einem Welpen jedoch die erbliche Form der Krankheit diagnostiziert wird, sollten weder der Vater noch die Mutter (Vater oder Mutter) erneut zur Zucht eingesetzt werden. Es wäre auch ratsam, die Zucht von Wurfgeschwistern des betroffenen Hundes zu verhindern, da befürchtet wird, dass diese Träger der Krankheit sein könnten.