Pannus (chronische oberflächliche Keratitis) bei Hunden | Krankheiten und Beschwerden von Hunden 2020

Anonim

Übersicht über Canine Pannus

Pannus, auch als chronische oberflächliche Keratitis bezeichnet, ist eine chronische Entzündung der Hornhaut und manchmal das dritte Augenlid beider Augen bei Hunden. Es entsteht ein grauer, rosa Film, der sich über die Augen ausbreitet und schließlich das Sehvermögen des Hundes beeinträchtigt. Mit fortschreitender Läsion dringen oberflächliche Gefäße in die Hornhaut ein und die Hornhaut wird undurchsichtig. Mit der Zeit verdickt sich die Hornhaut und die Oberfläche kann rau und narbig werden.

Als Ursache des Pannus wird eine immunvermittelte Entzündung der Hornhaut angenommen, die durch äußere Faktoren verschlimmert wird. Die Exposition gegenüber ultravioletter Strahlung und Umweltverschmutzung erhöht die Schwere des Zustands. Hunde, die in Gebieten mit starker Sonneneinstrahlung, insbesondere in großer Höhe, leben, weisen in der Regel die schlechtesten klinischen Symptome auf. Pannus ist nicht schmerzhaft, aber fortgeschrittene Fälle können zur Erblindung führen.

Pannus kommt nur bei Hunden vor. Die meisten betroffenen Hunde sind im mittleren Alter, aber die Krankheit kann bei jungen erwachsenen Hunden auftreten. Pannus kommt vorwiegend bei Deutschen Schäferhunden und Deutschen Schäferkreuzhunden vor; es kommt auch gelegentlich beim Windhund, Rottweiler, belgischen Tervuren, Border Collie, Golden Retriever und australischen Schäferhund vor.

Worauf zu achten ist

  • Pannus beginnt normalerweise als etwas symmetrischer, fleischiger, rosa-weißer Film, der an den unteren, äußeren Rändern der Hornhaut beider Augen beginnt.
  • Rötung und Reißen können festgestellt werden.
  • Mit der Zeit können die Hornhäute pigmentieren und dunkelbraun werden.
  • Es können sich auch weiße Fettablagerungen in der angrenzenden Hornhaut entwickeln.
  • Die gesamte Hornhaut kann undurchsichtig erscheinen.
  • Das Sehvermögen kann beeinträchtigt sein.
  • Das dritte Augenlid kann sich verdicken oder rosa verfärben.
  • Der Zustand ist in der Regel nicht schmerzhaft, es sei denn, es ist durch Geschwüre der Hornhaut kompliziert.
  • Diagnose von Pannus bei Hunden

    Diagnosetests sind erforderlich, um Pannus zu erkennen und andere Krankheiten wie die folgenden auszuschließen:

  • Keratokonjunktivitis sicca
  • Hornhautgeschwür
  • Hornhautgranulationsgewebe aus einem Augentrauma
  • Pigmentkeratitis
  • Plattenepithelkarzinom der Hornhaut und / oder des dritten Augenlids

    Die Diagnose eines Pannus wird fast immer anhand der Krankengeschichte und des Aussehens des Auges gestellt. Ihr Tierarzt führt normalerweise eine vollständige Augenuntersuchung durch, die Folgendes umfasst:

  • Schirmer-Tränentest zum Ausschluss eines Tränenmangels (trockenes Auge)
  • Fluorescein-Färbung, um nach Ulzerationen der Hornhaut zu suchen
  • Gründliche Untersuchung der Augenlider und der angrenzenden Strukturen des Auges

    Ihr Tierarzt kann Ihren Hund zu einer umfassenden Augenuntersuchung an einen tierärztlichen Augenarzt überweisen, um die Diagnose zu bestätigen und Ratschläge zu den am besten geeigneten Therapien zu erhalten.

  • Behandlung von Pannus bei Hunden

    Pannus ist eine Krankheit, die beherrschbar ist, aber normalerweise nicht geheilt wird. Die Behandlung von Pannus beruht auf der Verwendung von topischen Corticosteroiden und immunmodulierenden Mitteln wie Cyclosporin. In vielen Fällen kann die Häufigkeit des Konsums von topischen Arzneimitteln verringert werden, wenn der Pannus unter Kontrolle kommt, aber die Arzneimittel können normalerweise nicht vollständig abgesetzt werden. In den seltensten Fällen ist das Problem vollständig gelöst und in den allermeisten Fällen ist eine lebenslange Therapie erforderlich.

  • Topische Kortikosteroide sind die Hauptstütze der Therapie. Zu den Medikamenten können Dexamethason, Prednisolonphosphat, Betamethason oder Prednisolonacetat gehören, die zwei- bis viermal täglich verabreicht werden.
  • Steroide können in schweren Fällen unter die Bindehaut injiziert werden und werden zusätzlich zu topischen Steroiden verabreicht. Diese injizierbaren Steroide umfassen Methylprednisolon, Triamcinolon oder Betamethason.
  • Eine topische 0, 2% ige Cyclosporinsalbe (Optimmun) ist ebenfalls hilfreich, insbesondere bei der Kontrolle des Pannus des dritten Augenlids. Topisches Cyclosporin wird normalerweise in Verbindung mit topischen Steroiden verwendet und ermöglicht häufig die Verringerung der Häufigkeit der Steroide.
  • Bei schweren Fällen von Pannus, die auf die üblichen Behandlungen nicht ansprechen, kann eine Strahlentherapie mit Beta-Bestrahlung in Betracht gezogen werden.
  • Häusliche Pflege und Vorbeugung für Hunde mit Pannus

    Es ist wichtig, dass Sie die Anweisungen Ihres Tierarztes befolgen. Eine regelmäßige Augenuntersuchung wird empfohlen, um die Wirksamkeit der Behandlung zu bewerten. Nach Therapiebeginn wird der Hund häufig innerhalb von zwei bis drei Wochen erneut überprüft. Nachfolgende Überprüfungen werden oft einen Monat später, drei Monate später und schließlich alle vier Monate für den Rest des Lebens des Hundes empfohlen.

    Pannus ist normalerweise nicht vermeidbar, aber die Kontrolle bestimmter Umweltfaktoren kann bei der Kontrolle der Krankheit helfen. Betroffene Hunde sollten nur begrenzt hellem Sonnenlicht ausgesetzt sein. Sie müssen auch auf saisonale oder periodische Exazerbationen der Krankheit überwacht werden. Rezidive treten häufig bei warmem, sonnigem Wetter oder zu Zeiten mit starker Schneeblendung auf.